Was braucht es, um einen Ort der Verbindung zu schaffen – zwischen Mensch und Tier, zwischen Herkunft und Zukunft, zwischen Natur und Herz? Vielleicht nur einen kleinen Funken. Und ein paar Schafe namens Bibi und Tina.
Als vor gut drei Jahren unsere ersten beiden Schafe bei uns einzogen, dachten wir noch: „Wir versorgen uns einfach selbst.“ Doch geschlachtet wurde bis heute kein einziges Schaf – stattdessen wuchs etwas viel Größeres: eine tiefe Verbundenheit mit den Tieren, mit der Natur und mit der Idee, dass Landwirtschaft auch anders geht. Respektvoller. Sanfter. Näher am Leben.
Ein Fernsehbericht über alte Schweinerassen hat uns wachgerüttelt. Tiere, die langsam wachsen, dafür aber gesund bleiben – und deren Fleischqualität unvergleichlich ist. Wir begannen zu recherchieren, stießen auf fast vergessene Rassen, entdeckten die Arbeit der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) – und hatten plötzlich ein Ziel vor Augen: Wir wollen Arche Hof werden.
Doch wie das Leben so spielt, kam alles ein bisschen anders – und doch genau richtig.
In der Corona-Zeit begann das Fernstudium zur tiergestützten Arbeit. Durch ein berührendes Gespräch mit einer Pflegemutter wurde uns bewusst, wie dringend Orte gebraucht werden, an denen Menschen mit besonderen Bedürfnissen einfach sein dürfen. Wo sie Tieren begegnen, ohne Bewertung. Wo sie einfach dazugehören. So kamen wir zur OBA – der Offenen Behindertenarbeit – und fanden dort offene Herzen und offene Türen.
Was als erste Begegnung begann, wurde zu einer festen Kooperation. Wir veranstalten heute regelmäßig Erlebnistage – für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene mit Behinderungen. Für Menschen, die sonst oft übersehen werden. Und jedes Mal merken wir: Das ist richtig. Das fühlt sich nach Sinn an.
Mit Nora und Tobias kamen Menschen dazu, die genauso brennen wie wir. Die mitdenken, mithelfen, mitgestalten. Termine wurden mehr, Ideen größer. Der Hof wuchs – nicht nur in Fläche, nicht nur in Maschinen, sondern in seiner Seele.
Heute leben bei uns nicht nur Bunte Bentheimer Schweine, gescheckte Bergschafe und Sundheimer Hühner – sondern auch unsere Kuschelschafe, Ziegen, Ponys und viele Begegnungen, die Herz und Horizont öffnen. Wir arbeiten weiter am Ziel, „Erlebnisort Bauernhof“ zu werden und träumen davon, die erste Arche-Schule in Bayern zu gründen.
Für Schulklassen und Gruppen aus dem Schullandheim bieten wir inzwischen Hofführungen, Fühlboxen, Streichelstationen und sogar das gute alte Butter-Schütteln an – was übrigens bei Groß und Klein für große Begeisterung sorgt.
Jede*r von uns hat auf dem Brückenhof seine Rolle gefunden:




